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Rezept mit Oregano: Kritharaki

"Kritharaki" ist das, was ein rechter Schwabe "Reisnudeln" nennen würde. Mit dem Namen Kritharaki offenbar ein "echt" griechisches Rezept, dürfte dieses Gericht ziemlich sicher genauso in der Türkei verbreitet sein und vielleicht auch noch in anderen Ländern in der weiteren Region. Es gibt zahlreiche Variationen von Kritharaki, aber die genuine scheint allemal die mit Lammfleisch zu sein. Das Hauptgewürz neben etwas Pfeffer, Salz und Knoblauch ist Oregano. Der "Dost", (Alt-) Griechisch "origanon", verleiht dem Gericht seinen unverwechselbaren Geschmack, der übrigens auch an andere ähnliche Gerichte, beispielsweise das hierzulande bekanntere Majoran-Fleisch, erinnert. Das gibt es auch öfter beim "Griechen", während wir Kritharaki bewusst noch nie dort gesehen haben. Schade drum!

Zutaten (f. 4 Personen)
300 g Kritharaki
etwas Olivenöl und 1 EL Butter
1 - 2 EL Oregano
2 EL Tomatenmark
1 Zitrone
1 kg Lammkeule
1 gute Prise Salz
1/2 TL schwarzer geschroteter Pfeffer
1/8 l trockener Weißwein
600 ml Wasser (oder auch mehr; dazu später)
1 große Zwiebel
je nach Geschmack 1 Zehe Knoblauch
1 EL Butter

Zubereitung:
Das Lammfleisch in Würfel schneiden, nicht zu klein, weil die Würfel beim Schmoren ziemlich schrumpfen; Mit Zitronensaft beträufeln, mit Salz, Oregano und Pfeffer würzen. Das Olivenöl und den 1 EL Butter zusammen in einem Schmortopf erhitzen und das Fleisch dazugeben. Bei 200 Grad (Umluft: 180 Grad) in den Backofen schieben und 40 Minuten zugedeckt vor sich hin schmoren lassen. Dann den Wein angießen, den Ofen auf 170 Grad (Umluft: 160 Grad) herunterschalten und eine weitere Stunde schmoren lassen. Den Topf aus dem Ofen nehmen, mit einem Sieb-Löffel das Fleisch aus der Brühe fischen und in einen anderen, kleineren Topf geben, etwas von der Brühe dazugießen, aber nur ganz wenig, vielleicht einen Eierbecher voll. Den zweiten EL Butter dazugeben und auf dem normalen Kochherd bei geringer Temperatur noch einmal ganz langsam etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Genaue Zeitangabe ist schwierig, weil es natürlich von der Größe der Fleischwürfel abhängt, wie lange sie brauchen, um schön weich zu werden. Da müssen Sie öfter mal probieren. Das Fleisch sollte jedenfalls immer ein wenig Flüssigkeit behalten, damit es nicht anbrennt. In den größeren Schmortopf von vorhin das Tomatenmark einrühren, die kleingeschnittenen Zwiebeln und den fein geschnittenen und ein wenig mit dem Messerrücken gequetschten Knoblauch dazugeben. Das Wasser in einem separaten Topf kurz zum Kochen bringen und dann zu der Fleischbrühe mit den Zwiebeln geben. Jetzt die Kritharaki einstreuen, alles gut umrühren und ab in den Ofen, und zwar ohne Deckel. Die Teigwaren sollten jetzt bei 180 Grad garen, hin und wieder muss man nach ihnen sehen und auch mal umrühren. Nach etwa einer Dreiviertelstunde sollten die Riesnudeln weich sein und die Flüssigkeit aufgenommen haben. Allerdings haben wir festgestellt, dass das Gericht beinahe noch besser schmeckt, wenn die Kritharaki einen deutlichen Überschuss an Flüssigkeit behalten. Das ist auch dann nützlich, wenn man einen Rest von dem Gericht für den nächsten Tag aufheben will oder muss. Das ist zwar generell nicht ideal, funktioniert aber durchaus, bloß nicht, wenn das fertige Kritharaki direkt nach dem Kochen schon relataiv fest ist. Dann brauchen Sie am nächsten Tag Hammer und Meißel, wenn Sie Reste aufwärmen wollen. - Sie können, falls Sie kein Lammfleisch mögen, das Gericht auch mit nicht zu magerem Schweinefleisch zubereiten. Einen kulinarischen Gerallen tun Sie damit aber nach unserer Meinung diesem Gericht nicht.